Der Krankenstand in Unternehmen ist ein vielschichtiges Thema, das zwei gegensätzliche Extreme aufweist: Zum einen gibt es Mitarbeitende, die trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen, weil sie sich stark mit ihrem Unternehmen verbunden fühlen und ihre eigene Gesundheit hintenanstellen. Zum anderen gibt es Menschen, die sich hin und wieder krankmelden, obwohl sie gesundheitlich arbeitsfähig wären – sei es aus Erschöpfung, mangelnder Motivation oder aus anderen persönlichen Gründen.
In Österreich sind die Krankenstände in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, mit 2023 als dem höchsten Wert seit 30 Jahren. Laut aktuellen Zahlen lag die durchschnittliche Anzahl an Krankenstandstagen pro erwerbstätiger Person im Jahr 2023 bei 15,4 Tagen, die durchschnittliche Dauer eines Krankenstandes betrug 9,3 Tage. Besonders auffällig: Zwei Fünftel aller Krankenstände im Jahr 2023 waren auf Atemwegserkrankungen zurückzuführen. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Resultat individueller Faktoren, sondern auch ein Spiegelbild der turbulenten Zeiten, in denen wir leben.
Die letzten Jahre waren von globalen Krisen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und gesellschaftlichen Umwälzungen geprägt – Ereignisse, die sowohl die psychische als auch die körperliche Gesundheit der Menschen stark beanspruchen. Gerade in solchen herausfordernden Zeiten ist es besonders wichtig, das Thema Krankenstand aus einer ganzheitlichen Perspektive zu betrachten, da sich psychische und körperliche Gesundheit eng miteinander verknüpfen und wechselseitig beeinflussen.
Viele Arbeitnehmer*innen haben ein hohes Pflichtbewusstsein und empfinden es als ihre Verantwortung, auch dann zur Arbeit zu erscheinen, wenn sie sich krank fühlen. Die Gründe dafür sind vielfältig:
Das Problem: Wer krank arbeitet, gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Kolleg*innen – insbesondere bei ansteckenden Krankheiten.
Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich gelegentlich eine Auszeit nehmen, obwohl sie eigentlich arbeitsfähig wären. Auch hierfür gibt es verschiedene Gründe:
Gerade in einer Zeit, die für viele von Unsicherheit und psychischer Belastung geprägt ist, ist es besonders wichtig, dass Unternehmen die zugrundeliegenden Ursachen für häufige Krankmeldungen erkennen und angehen. Stress, psychische Erschöpfung oder mangelnde Motivation sind oft Symptom eines tieferliegenden Problems, das nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit betrifft.
Stress und mentale Belastungen sind keineswegs isolierte Phänomene. Sie wirken sich direkt auf die körperliche Gesundheit aus und können zu einer Vielzahl von Beschwerden führen, von Schlafstörungen bis hin zu Magenprobleme.
Wer unter ständiger Belastung steht oder keine Möglichkeit zur mentalen Erholung findet, ist anfälliger für körperliche Erkrankungen. Daher ist es unerlässlich, nicht nur gesunde Ernährung und Bewegung zu fördern, sondern auch die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden zu unterstützen. Stress darf keinesfalls unterschätzt werden – er ist ein schleichender Faktor, der über kurz oder lang zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann.
Ein ausgewogenes Gesundheitsmanagement ist entscheidend, um beide Extreme – sowohl das Übertreiben von Pflichtbewusstsein als auch das häufige Krankmelden aus anderen Gründen – zu minimieren. Führungskräfte, HR-Abteilungen und Unternehmen sollten folgende Maßnahmen in Betracht ziehen:
Der Umgang mit Krankmeldungen ist eine Herausforderung, die Unternehmen mit Fingerspitzengefühl angehen sollten. Weder sollte von Mitarbeitenden erwartet werden, dass sie krank arbeiten, noch sollten sich Fehltage häufen, weil Mitarbeitende keine andere Möglichkeit sehen, sich zu entlasten. Mit der richtigen Kultur, dem Fokus auf mentale Gesundheit und gezielten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung lässt sich eine ausgewogene Lösung finden, die sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden schützt und die Produktivität im Unternehmen steigert. Denn ein gesundes Team ist letztlich auch ein produktives Team.
Es bringt wenig, wenn Ihre Mitarbeitenden gesund sind, während Sie selbst als Führungskraft ausgebrannt oder krank sind. Aumaier Coaching hilft Führungskräften, aktiv Gesundheitsmanagement zu betreiben, indem wir gemeinsam individuelle, gesundheitsfördernde Maßnahmen entwickeln und im Alltag umsetzen. Weitere Informationen zu unseren Angeboten finden Sie auf unserer Website: https://www.aumaier-coaching.com/gesundheitsmanagement
Quellen:
https://www.statistik.at/statistiken/arbeitsmarkt/arbeit-und-gesundheit/krankenstaende
https://www.sozialversicherung.at/cdscontent/?contentid=10007.899128&portal=svportal
AUMAIER CONSULTING I TRAINING GmbH
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